Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben sich die acht Städte Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen im Jahr 2000 zusammengeschlossen, um gemeinsam über die Zukunft der Region nachzudenken.
Nach Abschluss des eigentlichen Forschungsprojektes wurde - nach entsprechenden Beschlüssen in den Räten der beteiligten Städte - am 6. Juni 2003 der Stadtregionale Kontrakt durch die Stadtspitzen der zunächst acht Städte unterzeichnet. Durch den Kontrakt (siehe unten) wurden die gemeinsamen Ziele bekräftigt und die politische Grundlage für die weitere Kooperation gelegt.
Im Jahr 2007 sind die Städte Bottrop, Hagen und Hamm der Städteregion Ruhr beigetreten. Durch den Beitritt der Kreise Ennepe-Ruhr, Recklinghausen, Unna und Wesel im Jahr 2013 hat die Städteregion Ruhr eine weitere qualitative und quantitative Stärkung erfahren. Diese vier Kreise waren durch die Mitarbeit am zweiten Regionalen Wohnungsmarktbericht bereits seit 2011 in den Arbeitsprozess der Städteregion Ruhr eingebunden.
Unabhängig von tagespolitischen Zwängen wurde ein gemeinsames regionales Leitbild entwickelt und Entwicklungspotenziale bestimmt. Dabei wurden Beiträge geleistet, die:
- das "Kirchturmdenken" der Städte und Kreise überwinden,
- gemeinsame Aufgaben und Problemlösungen identifizieren und
- daraus konkrete Kooperationsprojekte entstehen lassen mit festgelegten Spielregeln für eine Zusammenarbeit der Städte und Kreise der Region.
Aber anders als in Diskussionen um eine politische Neuordnung des Ruhrgebiets versuchte das Projekt Städteregion Ruhr, nicht von einem aktuellen Handlungsdruck auszugehen, sondern umgekehrt aus positiven Visionen für die Zukunft der Region Handlungsprioritäten abzuleiten, Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit in der Region Ruhr aufzudecken und eine selbstbewusste Identität in der Region zu schaffen.
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Die Zusammenarbeit wird aktuell in den Projekten
- Regionale Wohnungsmarktbeobachtung und
- Gemeinsamer Flächennutzungsplan
fortgeführt. Darüber hinaus ist die Städteregion Ruhr ein Netzwerk, in dem die verschiedensten Herausforderungen, Aufgaben und Projekte im Bereich der Stadtentwicklung gemeinsam diskutiert und abgestimmt werden. Das zentrale Organ der Städteregion Ruhr ist der Lenkungskreis, der organisatorisch und inhaltlich von der Geschäftsstelle unterstützt wird. Die Geschäftsstelle mit Sitz in Hamm koordiniert die Angelegenheiten der Städteregion Ruhr und dient als Ansprechpartner.